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Der Juli

Dienstag, 01.07.2003 (Tag 57)

Am Dienstag fühlte ich mich noch einigermaßen OK und sah mir im Kino "Drei Engel für Charlie 2" an (Ganz nett, ein würdiger Nachfolger des ersten Teils). Am Mittwoch war ich jedoch soweit, bereits morgens vom Arzt nach Hause geschickt zu werden. Den Rest der Woche spare ich mir, ich kam von der Arbeit heim und ging ins Bett.

Freitag, 04.07.2003 (Tag 60)

Das Singapur-Wochenende sollte um 21 Uhr mit der Abfahrt des Busses beginnen. Um 20 Uhr zeigte das Fieberthermometer noch leicht erhöhte Temperatur, was mir leichte Kopfschmerzen bereitete. Nicht wegen der Krankheit - auch mein Husten war schon viel besser. Eher wegen der Sorge, dass hinter irgendeiner Ecke ein Haufen Männer in Raumanzügen hervorspringen und mich im Klo herunterspülen könnte ;-)

Singapur

Nach neun Stunden Busfahrt waren wir an der Grenze. Die Singapureaner Grenzbehörden hatten nicht an Aufwand gespart, um Temperatursünder zu identifizieren. Am Grenzübergang standen Infrarot-Kameras, die die Körpertemeperatur auf stilvollen Flachbildschirmen in Gelb- und Grüntönen anzeigten. Ich durfte passieren, und ich glaube, ich hatte auch zu keinem Zeitpunkt in Singapur wirklich erhöhte Temperatur. Was mir dennoch zu schaffen machte, war mein Husten, der gerade am Abklingen war, aber immer noch gut hörbar. Ich versuchte, nicht zu oft in der öffentlichkeit zu husten.

Samstag, 05.07.2003 (Tag 61)

Wir kamen gut im "New Seventh Storey Hotel" an, wo wir für das Wochenende zu viert ein Zimmer gebucht hatten. Nachdem wir erstmla geduscht hatten, sah die Welt schon wesentlich freundlicher aus, und wir gingen zu einer Bäckerei, die mit klonhafter Perfektion leckere, aber etwas fettige Backwaren anbot. Ein Kaffee dazu, und der Tag konnte anfangen.

Am Samstag gingen wir dann dahin, wo man in Singapur vielleicht am ehesten gewesen sein muss: in die Shopping Malls. Für alle ausser Rose war ein Argument für das Wochenende in Singapur gewesen, dass wir irgendwelche Elektronik kaufen wollten. Zum Thema Digitalkameras gibt es in Singapur so ziemlich alles, was das Herz begehrt, zu ganz vernünftigen Preisen.

Singapur - Orchard Road
ebd.

Danach hatten wir noch etwas Schönes vor: den

Singapur Zoo

Der war wirklich gut. Ein recht moderner Zoo, in dem die meisten Tiere in geräumigen Käfigen oder Gehegen gehalten wurden. Nur die Pumas, die in ihrem Käfig ruhelos umherliefen, erinnerten mich ein wenig an Rilkes "Panther". Ein paar Bilder:

Jan vor dem Eingang
Ich dachte immer, das wäre ein Dromedar, aber da kann man sich wohl streiten...
Dickhäuter
GNU's not Unix!
Ohne Worte...
v.l.n.r.: Rose, Michael, Natascha

Samstag, 06.07.2003 (Tag 62)

Zum Rest von Singapur spare ich mir alle Kommentare. Dass diese Stadt so künstlich ist, wie eine Stadt mit echten Menschen nur sein kann, ist schon tausendmal beobachtet worden. Dass dort alles hübsch und sauber und freundlich und perfekt durchorganisiert ist, ist ebenfalls nichts Neues. Es würde auch mit Sicherheit niemand davon ausgehen, dass Singapur eine Demokratie ist. Also: noch ein paar Fotos.

Die Oper von Singapur
Der grässliche Merlion, Wahrzeichen von Singapur, wie er fotografiert werden muss
Industrie ist immer ehrlich, eine schöne Abwechslung

Nachdem wir am Sonntag noch etwas stressiges Elektronik-Shopping hinter uns gebracht hatten, erholten wir uns auf Sentosa, der (selbstverständlich großteils künstlich aufgeschütteten) Erholungsinsel vor Singapur.

Sonne und Palmen gibt es noch nicht aus Plastik

Noch eins: Singapur ist WIRKLICH so schlimm, aber man hält es für ein Wochenende ganz gut aus. Ich schreibe das alles nur gerade in einer leichten post- Kinabalu- Höhenrausch- Depression. Also: Selber hinfahren und eigene Meinung bilden.

Montag, 08.07. - Montag, 14.07.2003 (Tage 64 - 70)

Essen in Batu Maung

Für die Auslassung dieser Woche entschuldige ich mich. Es ist nicht sonderlich viel passiert, und eine ruhige Woche war mal ganz gut nach langer Zeit voll Aktivität. Am Montag, dem 14. waren wir fast alle zum Seafood-Essen in einem wirklich schönen Restaurant.

Dienstag, 15.07.2003 (Tag 71)

Wieder mal Kino. Im Bukit Jambul lief "Terminator 3", und den konnten wir uns für 6 Ringgit nun wirklich nicht entgehen lassen. Dazu muss ich nicht viel sagen, fähigere Leute haben den Film in ihren Kritiken schon treffend beschrieben. Unterhaltsam, aber keine Meisterleistung.

Mittwoch, 16.07.2003 (Tag 72)

Am Dienstag gab es ein "Student Get-Together", organisiert von der Malaysisch-Deutschen Gesellschaft Penang. Vor dem großen Kolonialstil-Haus der Gesellschaft wurde gegrillt, und es gab Kartoffelsalat, einige andere Salate, Reis und Bier. Die Trainees von Bosch, Automotive Lighting und Braun waren zu diesem Treffen eingeladen, zusammen mit den Sprachschülern der Gesellschaft, die - wie sollte es auch anders sein - Deutsch lernten.

Ich hatte erwartet, dass es ein recht gezwungenes Treffen werden könnte. Das war es anfangs auch, die Trainees und die Deutsch-Schüler standen zum Großteil in Grüppchen zusammen und lernten sich nur untereinander kennen.

Bald jedoch mischte sich die Gruppen. Schon nach einer halben Stunde, und nicht erst nach vier Bieren, lösten sich die Hemmungen in Wohlgefallen auf, und es entwickelte sich so manche gute Unterhaltung, immer wieder sehr amüsant gespickt mit unerwarteten deutschen Wörtern. "Reiseleiterin" hört sich einfach toll an aus dem Mund einer bildhübschen, thai-angehauchten Chinesin, die von ihren zwei Mitschülern im Chor unterstützt wird. Das soll jetzt nicht so klingen, als ob ich mich über sie lustig machen will, es hat mich nur sehr an meine ersten Gehversuche in Englisch erinnert.

Fast-Forward zum...

Mount Kinabalu

Freitag, 18.07.2003 (Tag 74)

Das Kinabalu-Wochenende stand bevor. Ich plante mit Thomas, dem Quotenossi (sorry Thomas), die Besteigung des Mount Kinabalu, des höchsten Berges in Südostasien und meines ersten Viertausenders.

Am Freitag machten wir uns etwas früher von der Arbeit auf, um den Bus nach Kuala Lumpur zu bekommen. Wir kamen um 23 Uhr bei unserer Herberge, dem YMCA, an, und genehmigten uns erst mal ein kühles Bier.

Samstag, 19.07.2003 (Tag 75)

Der Flughafen von Kuala Lumpur

Morgens fuhren wir nacheinem schönen Früstück zum KL International Airport, wo unsere Maschine Richtung Sabah um 10 Uhr startete. Der Flieger landete um halb eins in Kota Kinabalu, einer schönen Stadt an der See und am Fuß des Mount Kinabalu. Von dort aus nahmen wir für die horrende Summe von 150 Ringgit eines der offiziellen Flughafentaxis. Wir dachten, dass wir damit schnell an der Basisstation am Berg sein würden. Falsch gedacht. Das Taxi war ein amerikanisches Auto, das mindestens 20 Jahre auf dem Buckel hatte, und der Fahrer war mindestens dreimal so alt wie sein Gefährt. Er freute sich, uns zu fahren, und hielt nach einer kurzen Zeit erst mal an der Tankstelle, um :

Er schien sich auch nicht so sicher zu sein, dass sein Auto den Weg auf den Berg schaffen würde...

Thomas und unser Bergführer beim Aufstieg

Die Fahrt war dann auch sehr gemütlich. Das Auto quälte sich mitunter mit weniger als 20km/h den Berg hinauf, und wir gaben bald jede Hoffnung auf, noch wie vorgesehen um zwei Uhr an der Basisstation zu sein. Zurecht, da wir sie letztendlich um drei Uhr erreichten. Die Nerven lagen bereits etwas blank, als wir die Rezeption erreichten und die Parkbeamtin uns ganz entgeistert anschaute, als wir sagten, dass wir noch am selben Tag den Berg erklimmen wollten.

Cannot! Cannot! Das hatten wir bisher nur von Taxifahrern gehört, die sich über unsere Preisvorstel;lungen aufregten, und genauso wie bei den Taxifahrern erledigte sich das Problem mit zehn Minuten gutem Zureden. Wir hatten schließlich vorher angerufen und einen Bergführer reserviert.

Der Weg

Die Klettertour

Wir starteten mit unserem Bergführer namens Victor um vier Uhr von der Basisstation. Wir legten ein Wahnsinnstempo vor, das wir aber nach einer Stunde etwas reduzieren mussten. Nach ca. zwei Stunden hatten wir viereinhalb der insgesamt 6 Kilometer Strecke und etwa 1100m von insgesamt 1500m Höhe geschafft.

Der Wald
Eine fleischfressende "Pitcher Plant" am Weg
Die Aussicht aus ca. 2800m Höhe

Wir waren recht erschöpft, aber jetzt eröffnete uns Victor, dass es nur bis halb acht in der Hütte auf halbem Weg Essen geben würde. Das spornte uns naturgemäß etwas an, und wir machten uns in gutem Tempo auf, um die letzte Etappe zu meistern.

Victor, Jan
Das letzte Bild vor der Mittelstation: Noch hatten wir nur unser Gepäck zu tragen

Etwas später verließ uns der Bergführer, um einer "liegengebliebenen" Chinesin zu helfen, die völlig entkräftet mit Asthma am Wegesranbd saß und hyperventilierte. Wir dachten, dass wir zwar gern geholfen hätten, selber aber schon so kaputt waren, dass das einfach nicht mehr ging.

Denkste. Das Gegenteil wurde uns nur etwa 500m vor dem Ziel bewiesen. Eine weitere Erschöpfte konnte sich nicht mehr weiter den Berg hoch schleppen, und ihr Bergführer war schon bergab aufgebrochen, um der ersten zu helfen. Wir redeten ihr zuerst gut zu, und sie schaffte noch ein paar Meter. Dann konnten wir ihr klar machen, dass ich ihren Rucksack tragen würde. Ohne den Ballast schaffte sie es noch mal 50m weiter, aber dann war Schluss. Sie atmete schwer, und wir machten uns Sorgen, wie lange sie wohl noch bei Bewusstsein bleiben würde. So nahm Thomas, der zehn Minuten zuvor noch kaum selber witergekommen war, sie auf die Schultern. Wir wechselten uns nach etwa der halben verbleibenden Strecke ab, Thomas nahm den Rucksack und ich das Mädchen huckepack.

Ankunft im Gästehaus auf 3300m
Glücklich oben

Als wir ankamen, waren wir alle drei kurz vor dem Umkippen. Das Mädchen wurde von ihren Freundinnen in Emfang genommen, und wir sanken erschöpft an einen der Tische in unserem Gästehaus. Ungläubig sahen wir zu, wie das Mädchen mit dem Asthma, das kurz nach unserer Ankunft mit einer Trage hochgebracht worden war, völlig unsachgemäß behandelt wurde. Sie zitterte am ganzen Körper, ihre Kleider waren durchgeschwitzt, aber niemand dachte daran, ihr vielleicht etwas Neues anzuziehen oder auch ihre Freundinnen das machen zu lassen. Die versammelten Bergführer standen im Kreis um sie rum und rieben ihr die Hände, um sie aufzuwärmen. Thomas platzte fast der Kragen, und er musste sein Gewissen beruhigen, indem er ihnen zumindest sagte, was zu tun war.

Ebenfalls glücklich, ebenfalls oben

Wie fast schon erwartet, brachte das nichts. Nachdem wir sahen, dass sie trotz Unkenntnis ihrer Helfer nicht in Lebensgefahr war, wandten wir uns lieber dem Essen zu. Das erwärmte zumindest uns wieder sehr. Das schön warme Zimmer tat sein übriges, und eine heiße Dusche ließ uns die Strapazen des Tages vollends vergessen.

Als wir dann schlafen wollten, setzten die Höhen-Kopfschmerzen ein. Es war zwar sehr entspannend, nach Stunden des Laufens eine Zeitlang liegen zu können, aber einschlafen konnten wir beide nicht so recht. Auf 3300m gibt es eben doch viel weniger Sauerstoff als auf nahezu Null.

Sonntag, 20.07.2003 (Tag 76)

Um halb drei klingelte der Wecker, und ich musste wohl doch etwas geschlafen haben. Draußen blies der Wind mindestens mit Stärke sechs, und ich hatte nicht übel Lust, den Berg Berg sien zu lassen und mich einfach umzudrehen und weiterzupennen.

Bevor es weiterging: Jan...
...und Thomas

Dann erinnerte ich mich aber schnell daran, warum ich hergekommen war. Ein kurzes Frühstück, und wir standen mit etwa fünfzig anderen angehenden Gipfelstürmern mit unseren Taschenlampen auf dem Pfad nach oben.

Der erste Teil des Weges war noch recht gut zu gehen. Wie auf dem Weg zur Mittelstation gab es auch hier Stufen aus Holz oder Stein, die den Aufstieg erleichterten. Das änderte sich jedoch nach einigen hundert Metern rapide. Nun gab es nur noch blanken Fels, und man musste sich den steilen Weg, mehr oder weniger unterstützt von einem Seil, gegen den immer noch gnadenlosen Wind erkämpfen.

Thomas hängt in den Seilen
Ich auch

Der Gipfel

Wir überholten die meisten unserer Mitstreiter und kamen schließlich unter den ersten am Gipfel an. Dort war es so kalt, dass wir uns bald in eine geschützte Ecke kauerten, wo uns der Wind nicht so zusetzen konnte. Nach mehreren Monaten bei 30 Grad fällt es ganz schön schwer, Temperaturen um den Nullpunkt bei starkem Wind auszuhalten.

Auf dem Gipfel
Kalt war's ohne Kopfbedeckung
Hinter dem Gipfel: steil abwärts

Auf den vielgepriesenen Sonnenaufgang warteten wir vergeblich, da es ein außergewöhnlich wolkiger Tag war und nichts von der Sonne zu sehen war. Daher machten wir uns bald auf den Rückweg, da es auch nicht gerade wärmer wurde. Ein paar hundert Meter weiter unten lockerten sich die Wolken, und ein wunderschöner Blick auf das Tal und unseren gerade zurückgelegten Weg eröffnete sich uns.

Die Geröllfelder, über die wir geklettert sind
Der Blick ins Tal
Die Sayat-Sayat-Hütte (links im Bild)
Das zweite Frühstück
Ein Wasserfall auf dem Weg nach unten

Zurück an der Mittelstation, nahmen wir unser zweites Frühstück und erholten uns im warmen Zimmer noch etwas von der Kälte draußen. Dann machten wir uns auf den Weg nach unten, der mit unseren müden Beinen etwa dieselbe Zeit in Anspruch nahm wie der Hinweg. Als wir an der Basisstation ankamen, wollten wir keinen Meter mehr laufen.

Der Rückweg mit Bus, Taxi, Flugzeug und wieder Bus lief glatt. Um drei Uhr nachts kamen wir an unseren Apartments an und schliefen noch ein wenig, bevor es wieder zur Arbeit ging. Ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende war vorbei.

Montag, 21.07.2003 (Tag 77)

Ich war kaputt vom Wochenende, dennoch lief die Arbeit ganz gut, bis ich wohl beim Mittagessen etwas Falsches aß und mir eine ernsthafte Magenverstimmung zuzog. Am Abend war ich soweit, zum Arzt zu gehen, der mich für die nächsten zwei Tage krank schrieb. So kam ich am Dienstag und Mittwoch in den Genuss, ausschlafen zu können. Donnerstag fühlte ich mich dann wieder gut genug, um zur Arbeit zu gehen.

Freitag, 25.07.2003 (Tag 81)

Es war wieder mal Zeit, nach Langkawi zu fahren. Michael, Martin und Thomas E. waren kurz vor dem Ende ihres jeweiligen Praktikums, und eine große Gruppe Praktikanten wollte mit ihnen ein letztes Wochenende verbringen. Wie gehabt (siehe den Bericht über meinen ersten Langkawi-Aufenthalt hier) ging es also am Freitag nach der Arbeit direkt los, um noch die letzte Fähre von Kuala Kedah aus zu erreichen.

Langkawi, die zweite

Wieder kamen wir abends in Langkawi an, diesmal hatten wir aber eine andere Unterkunft gemietet. Wir waren zu zehnt in einem großen Haus mit drei Zimmern. Dort war es gemütlicher als in unserer letzten Bleibe, und es gab auch wesentlich weniger Kakerlaken. Am gesamten Wochenende verirrte sich nur eine einzige in das Haus. Das musste sie leider mit ihrem Leben büßen.

Unser Haus von innen...
...von außen...
...und vom Strand aus

Am Freitagabend gingen wir noch sehr schön essen, zur Abwechslung mal europäische Kost, und tranken tatsächlich Weizenbier. Das war für einige sicher ein Bisschen Zuhause. Der Abend wurde noch recht lang, und wir saßen noch einige Zeit am Strand.

Samstag, 26.07.2003 (Tag 82)

Tojo nach seinem Unfall

Wieder mieteten wir uns Motorroller, diesmal wurde die Freude daran aber schon bald etwas getrübt. Tojo, ein relativ neuer Praktikant bei ALMA (die ALMA-Praktikanten wohnen im selben Haus wie wir, und wir verbrigen häufiger Wochenenden zusammen), verlor die Kontrolle über seinen Roller und musste mit schweren Schürfwunden sowie einer Fleischwunde ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem wir alles geregelt hatten, was seinen Motorroler anging, vergewisserten wir uns im Krankenhaus, dass er guter Dinge war. Er konnte sofort wieder entlassen werden und verbrachte den Rest des Wochenendes auf dem Balkon des Ferienhauses.

Rose und ich besichtigten noch ein paar Reisfelder und die Küste der Insel, bevor wir uns rechtzeitig zum Sonnenuntergang den anderen anschlossen, um noch ein wenig im Meer zu schwimmen.

Die Leisfeldel...
...unsele Motollädel...
...und ich

Sonntag, 27.07.2003 (Tag 83)

Am Sonntag standen wir mal früher auf, und ich machte mich zusammmen mit Hans-Jörg und Rose auf zur Seilbahn auf den höchsten Berg von Langkawi. Wir hatten leider nur wenig Zeit, bevor wir die Motorroller wieder abgeben mussten, aber einige schöne Blicke vom Berg aus konnten wir doch noch erhaschen.

Die Seilbahn
Ein Wasserfall am Berghang
Die Küste von Langkawi
Rose und Hans-Jörg auf der Bergstation
v.l.n.r.: Elke, Jan, Meike

Nachdem wir die Roller zurückgebracht hatten und uns wegen Tojos beschädigtem Exemplar noch ein Bisschen mit dem Vermieter herumgestritten hatten, legten wir uns an den Strand und ließen den Rest der Zeit in Langkawi an uns vorbeiziehen.

Die anderen fuhren mit der Fähre zurück nach Kuala Kedah, aber ich nahm eine Fähre direkt nach Penang, wo ich meine Eltern, Jutta und Wofgang, treffen wollte.

Jutta und Wolfgang

Ich kam verspätet in Georgetown an, wo ich zum Northam Hotel lief und endlich meine Eltern in die Arme schließen konnte. Die Wiedersehensfreude war groß, und ich finde es wirklich toll, dass sie sich entschlossen haben, mich hier zu besuchen.

Am Abend gingen wir noch in ein ganz schönes indisches Restaurant namens "Passage Thru India", in dem man das Essen auf Bananenblättern serviert bekommt. Davon waren wir erst etwas erstaunt, genossen das Essen dann aber sehr. Für Jutta war es die erste Begegnung mit "Tandoori Chicken". Danach ließ ich die beiden allein, um sich von den Strapazen ihrer fünftägigen Rundreise über Melaka, Kuala Lumpur und Cameron Highlands zu erholen.

Montag, 28.07.2003 (Tag 84)

Morgens um 9 Uhr traf ich mich mit Jutta und Wolfgang im Northam Hotel zum Frühstück. Das Buffet dort ist sehr zu empfehlen. Danach machten wir uns auf den Weg durch Georgetown, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Ich ging mit ihnen zum Fort Cornwallis, dem Ort der ersten Landung der Engländer auf Pulau Penang, zum Penang Museum und zum Khoo Kongsi. Zwischendurch verbrachten wir einige Zeit in Chinatown und Little India, meiner Meinung nach die charismatischsten Stadtteile Georgetowns. Zum Abschluss fuhren wir zum Botanischen Garten, den ich hier bereits beschrieben habe. So konnten meine Eltern hoffentlich einen Eindruck von Georgetown und Penang bekommen.

Wolfgang und Jutta vor dem Kuan-Yin-Tempel
Gruppenbild mit Löwe (Khoo Kongsi)
In der Nähe des Khoo Kongsi
Affen im Botanischen Garten klauen einem Kind seine Pommes Frites
Orchideen
Am Lily Pond, ebenfalls im Botanischen Garten

Dienstag, 29.07.2003 (Tag 85)

Heute sind Jutta und Wolfgang in ihre zweite Unterkunft im Golden Sands Resort in Batu Ferringhi umgezogen. Ich muss leider wieder arbeiten, aber heute Abend treffe ich sie dort, um gemeinsam Essen zu gehen.

Ich wechsele jetzt in die Perspektive vom darauf folgenden Montag. Der größte Teil der Zeit mit meinen Eltern ist vorbei, und es war wirklich schön. Am Dienstag sind wir noch essen gegangen, in Teluk Bahang, einem Fischerdorf im Nordosten der Insel. Es gab Krebse, Krabben und einen großen Fisch in süß-saurer Sauce.

Jutta, ...
die beiden und...
...Time for a Tiger!

Donnerstag, 31.07.2003 (Tag 87)

Am Donnerstag stand nach der Arbeit zuerst einmal eine Abschiedsparty an. Fünf Trainees feierten ihren Abschied von Bosch. Michael, Rene (meine beiden Mitbewohner), Martin, Thomas und Kenneth waren am Ende ihres Vertrages angekommen. Kenneth, Thomas und Michael wollten direkt abreisen, so dass ich sie an diesem Abend zum letzten Mal sah. Rene und Martin hatten noch etwas Zeit. Die Feier war schön, Fotos werden evtl. noch nachgereicht.

In Kuala Besut

Um ein Uhr wurde ich dann von Wolfgang und Jutta abgeholt, und wir begannen unsere Wochenendtour nach

Das Schnellboot

Pulau Perhentian

Die beiden hatten ein Auto gemietet, und wir fuhren quer über die malaysische Halbinsel bis Kuala Besut, wo wir nach etwa sechs Stunden morgens ankamen und noch etwas auf die Fähre warten mussten.

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aktualisiert: 07.09.2009 ich@jan-koch.com