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Sonnenuntergang auf Ko Chang

Zurück in Thailand - Ko Chang und Bangkok

Nach den stressigen Tagen in Kambodscha hatten wir uns etwas Erholung verdient. Als wir Thailand erreichten, lagen jedoch noch einige hundert Kilometer zwischen uns und der Entspannung. Zwischen Aranya Prathet, der thailändischen Grenzstadt, und Trat, der Stadt, von der aus wir die Insel Ko Chang erreichen wollten, fuhr kein direkter Bus, so dass wir erst mal in den nach Chantaburi einstiegen. Am Busbahnhof schafften wir vorher gerade noch, etwas zu trinken und drei Portionen Papaya-Salat einzukaufen.

Aranya Prathet und Ko Chang auf der Karte

Auf der Busfahrt ließen wir uns dann den Salat - mehr oder weniger - schmecken, der eher nach dem Geschmack der Einheimischen zubereitet war. Lecker, aber wirklich scharf. Je länger der Bus brauchte und je öfter er hielt, desto mehr wurde es Abend und uns beschlich das Gefühl, vielleicht die letzte Fähre zu verpassen. Nachher ist man immer schlauer, und wir haben es ja am Ende auch geschafft, aber während dieser ätzend langsamen Busfahrt wirden wir immer nervöser.

Wie es immer kommt, wenn man es eilig hat - der Bus blieb mit einem Platten liegen, während es draußen anfing zu regnen. Ich lehnte mich schicksalsergeben zurück und begann, die Reise zur Insel für den nächsten Tag zu planen. Clemens aber hatte in der Nähe eine Art Raststätte entdeckt, wo er ein Taxi organisieren wollte. So geht das in Thailand nicht, aber immerhin erstand er eine Flasche thailändischen Rum und ein paar Süßigkeiten, und als eine halbe Stunde später ein anderer Bus an dieser Raststätte hielt, überredete er den Fahrer, kurz zu warten und uns nach Chantaburi mitzunehmen. Wir luden unser Gepäck um und stiegen in den kleineren Nahverkehrsbus um. Als wir losfuhren, sahen wir aus dem hinten offenen Bus heraus den Ersatzbus für unser liegen gebliebenes Transportmittel ankommen.

Auch der kleine Bus, in dem wir jetzt saßen, fuhr nicht sonderlich flink. Er brauchte immerhin noch eine weitere Stunde nach Chantaburi. Diese Zeit nutzten wir jedoch aus, um die thailändische Hilfsbereitschaft zu testen und uns nach der Fähre nach Ko Chang zu erkundigen. Zuerst wurden wir etwas entmutigt, da niemand Englisch sprach, aber bald stiegen drei Studentinnen zu, die nach anfänglicher Zurückhaltung als Dolmetscher fungierten. Schließlich waren alle ca. 20 Passagiere nur noch damit beschäftigt, sich für uns einen Weg zur letzten Fähre zu überlegen. Es fand immer eine kurze Diskussion auf Thai statt, dann übersetzten die Studentinnen das Ergebnis auf Englisch, und so ging es weiter.

In Chantaburi angekommen, geleiteten uns zwei der Leute aus dem Bus zu einem Sammel-Taxistand und handelten für uns einen guten Preis für die Fahrt in einem Minibus über Trat bis zum Fähranleger aus. Wir erreichten locker die letzte Fähre und überquerten glücklich aufatmend das Wasser. Die Verhandlungen um ein Taxi zu einem der Gästehäuser auf der Insel waren etwas zäh, weil es schon acht Uhr war und zu dieser Zeit normalerweise keine Touristen mehr ankommen. Schließlich kamen wir aber an. Die Insel war, entgegen unseren Vorstellungen, touristisch recht weit entwickelt. Es gab massenweise Unterkünfte, Restaurants und sogar Internetcafes. Der Strand, an dem wir schließlich abgesetzt wurden, war von einem Ende bis zum anderen von Gästehäusern übersät.

Für die erste Nacht nahmen wir die erstbeste Unterkunft und trafen dort direkt zwei kiffende Deutsche aus dem Ruhrgebiet.


aktualisiert: 07.09.2009 ich@jan-koch.com